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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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Euch inzwischen nur an Eures Landsmannes Narmouarb kräftigeRede an das gesetzgebende Corps zu erinnern, um Euer Gefühl indieser Hinsicht zu berichtigen.«

»Und endlich, alle Völker Europas streiten für denselbenZweck; der Ausgang dieses Kampfes kann nicht zweifelhaft sein,ein langer Widerstand und selbst einige Vortheile, die Ihr erkäm-pfen könntet, würden Euch noch unglücklicher machen, als Ihr jetztseid.«

»Gegeben in meinem Hauptquartier zu Laon, den 13. März1814. von Blücher.«

29. Nach Paris.

Endlich wurde man müde, auf die überspannten Forderun-gen des französischen Kaisers weiter zu achten, und die Friedcns-unterhandlungen zu Chatillon wurden am 15. Marz abgebro-chen. Zur großen Freude der Soldaten sollte nun der Degen ent-scheiden, was die Feder nicht hatte ausführen können. Jetztrückte Schwarzenberg rasch vor; seine Plänkler streiften zwölfStunden von Paris. Blücher saß eben wegen eines Augenübelsmit verbundenen Augen auf einem Feldbette in Chalons, als einAdjutant des Kaisers von Rußland mit der willkommenen Mel-dung eintrat: daß im Hauptquartier zu Vitry unwiderruflich be-schlossen sei, Napoleon marschiren und ihn nur von Winzingerode'sleichtem Detaschement verfolgen zu lassen, mit der ganzen Heeres-macht aber ohne Zaudern vor Paris zu rücken.«

»Na,« rief der Feldmarschall freudig, »das ist doch mal eineNachricht! nu heißt's nicht mehr bloß bei uns, sondern überall:Vorwärts! das wüßt' ich wohl, daß mein braver Bruder Schwar-zenberg doch noch Eines Sinnes mit mir werden würde! Nu wollenwir auch bald ein Ende machen!« — Das ganze Hauptquartier,das ganze Heer theilte die Freude des alten Feldherrn. »NachParis! nach Paris!« das war das allgemeine Loosungswort.

39. In Paris.

Der Tag von Montmartre krönte die Großthaten dieses Feld»zugs, und am 31. Marz zog Blücher in die Hauptstadt Frank-reichs ein. Aber auf der Höhe von Montmartre gab er eineWeissagung, indem er mit Nachdruck versicherte: »die Sache istnoch nicht aus!« Vor der Hand aber war nichts mehr zubefürchten; dieser Feldzug war als beendigt zu betrachten; und dader greise Führer, ohne den man vielleicht nie so weit gekommen