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»Man bemüht sich, Euch durch eine Proclamation, welchevorgiebt, wir hätten keinen andern Zweck, als Frankreich zu verwü-sten und zu zerstückeln, sowie durch lügenhaste Mahrchen von Vor-theilen, welche die französischen Truppen erfochten haben sollen, zuverleiten und zu mißbrauchen.«
»Es genügt, daß man das Betragen unserer Souveraine unddas des Eurigen vergleicht, daß man das Auge wirst auf die Be-gebenheiten in Deutschland, Spanien, Italien, Helvetien und Hol-land, und daß unsere Heere gegenwärtig zahlreicher und schöner alsjemals sind, um zu beweisen, wie man fortwährend Eure Leicht-gläubigkeit mißbraucht.«
»Um aber über die Kriegsvorfälle richtig urtheilen zu können,braucht Ihr nur Laon's Bewohner zu fragen über die denkwür-digen Tage vom 9. und 10., unter welchem die vom Kaiser Na-poleon in Person kommandirte Armee unter den Mauern dieserStadt gänzlich geschlagen worden. Fragt sie, ob sie nicht jenesHeer vor unfern siegreichen Truppen flüchten, ob sie nicht unsereTrophäen, 50 Stück Geschütze, eine große Menge Pulverwagenund einige Tausend Kriegsgefangene gesehen. Und doch war esnur ein Theil der meinem Befehle anvertrauten Armee, der diesenentscheidenden Sieg erkämpfte, während ein anderer Theil sich derFestung St. Quentin mit 40 Stück metallenen Kanonen bemäch-tigte, während die große Armee am 3. und 4. d. das entgegen-stehende französische Armeecorps geschlagen hat und sich von einerandern Seite hin auf Eure Hauptstadt richtet.«
»Bisher habe ich noch nicht, wie ich hätte thun sollen, dieGewaltthaten, welche die Einwohner einiger Städte und Dörfergegen Eouriere und einzelne Soldaten der Armee sich haben zuSchulden kommen lassen, bestraft, weil ich hoffte, meine Nachsichtwerde Euch vermögen, zu Eurer Pflicht zurückzukehren. Dochkündige ich Euch an, daß ich von heute ein strenger Richter seinwerde, und daß die Städte und Dörfer, deren Einwohner dieWaffen ergreifen, unsere Soldaten mißhandeln und sich unfern mili-tairischen Maßregeln widersetzen, den Flammen übergeben werdensollen, so schmerzlich es auch für mich ist, Unschuldige mit den Schul-digen zugleich strafen zu müssen.«
»Wir wollen nichts anders, ich wiederhole es Euch, als Eu-ropas Frieden und Beruhigung. Die einst bekannt werdendenUnterhandlungen zu Chatillon werden Euch beweisen, daß alleinEuer Herrscher es ist, der im Widerspruche mit dem, was er Euchvorspiegelt, immer neue Hindernisse in den Weg legt, und ich Habs