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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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wenn sie nicht mehr laufen können. Nu, wir wollen ihnen vor-wärts ein Paroli biegen!« und augenblicklich gab er dem Ueber-bringer der Botschaft die lakonische Heldenantwort: »Ich werdeam 21. Februar mit 53000 Mann und 300 Geschützen bei Meryan der Seine zur Schlacht bereit sein.«

Am 21. Februar recognoscirte Blücher den Feind, der unterNapoleons eigener Anführung bei Chartres stand. Es war kalt,der greise Held begehrte sich zu warmen. Ein Feuer anzuzünden,wollte nicht gelingen, weil der Wind zu stark war. Endlich ent-deckte man eine gegen den Wind gesicherte Stelle, die aber destomehr den feindlichen Kugeln ausgesetzt war. Der Feldmarschallbefahl, hier ein Feuer anzumachen, und als es geschehen, ging erin Begleitung des Generals Valentini und des Grafen Nostizhinzu und ließ sich nieder. Plötzlich wurden die nahen russischenPlankler geworfen, so daß Blücher genölhigt war, auszustehen undmit ihnen zurückzuschreiten, wahrend um ihn herum die Kugelnhäufiger sielen. Der jüngere Fürst Scherbatoss, der eben über denFortgang des Gefechts sich mit ihm beredet hatte, wurde verwun-det; bald darauf auch Valentini, und ein dritter Schuß fuhr gegenden Fuß des Feldmarschaus so heftig, daß er strauchelte. Destreuen Nostiz starker Arm hielt den Helden, und führte ihn schnel-ler fort, bis sie außer Gefahr waren. Hier fand sich bei nähererBesichtigung, daß der Schuß nur den Stiefel, nicht den Fuß ver-letzt hatte. »Das ist schlimm,« meinte Blücher, wir habenmehr Doktors als Schusters bei uns.« Das Recognos-ciren wurde fortgesetzt. Da begegnete ihm der Fürst Wenzel - Lich-tcnstein, der aus dem großen Hauptquartiere mit neuen Waffen-stillstands-Anträgen zu Napoleon gesandt worden war und vondiesem abermals eine abschlägliche Antwort erhalten hatte. »SehtZhr?« rief Blücher, nachdem der Fürst ihm Bericht erstattet hatte:»Eomplimentirt nur nicht mit dem! der hat mehr Redensarten inder Tasche, als Eure ganze Schreibersgesellschaft ihr Lebtageaufbringen kann! Der wird Euch schon zum Lande hinauscompli-mentiren! Aber — druf! das Hilst!« Damit entließ er denFürsten.

Als bald nachher aus dem großen Hauptquartier Anordnun-gen für den allgemeinen Rückzug ankamen, rief Blücher aus:»Na, so müssen wir allen Beiden ein septleva biegen, dem Buo-naparte und unfern lieben Brüdern, daß ihnen die Augen über-und ufgehen! das hilft nun Alles mal nichts!«

Blücher konnte es nicht länger ertragen. Ungeduldig schrieb