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die schlesische Armee des Jahres 1813 empfangt Euch als Brüder,als würdige Mitglieder, mit der sie freudig Alles theileu wird. DieSchlesische des Jahres 1.814 wird ruhmvoll auf dem gebahntenWege der Ehre fortschreiten. Und Ihr Deutsche, von Eurem an-gestammten Fürsten angeführt, seid versichert, daß es meine ersteSorge, mein höchster Stolz sein wird, den übermüchigen Feind dieGewalt Eurer Waffen fühlen zu lassen, damit er erkenne, — wasauch der List vormals gelungen sein mag, — daß die alte deutscheTapferkeit noch in uns lebt, und damit das Band des Friedensdauerhaft geknüpft werde, durch Eure letzten Thaten.«
25. Das Examen.
Immer Vorwärts ging's. Nancy und Toul wurdeneingenommen und Blücher zog nach Brienne. Hier, wo Buona-parte in seiner Jugend die Kriegswissenschaften theoretisch gelernthatte, empfing der Feldmarschall die Meldung, daß Napoleon, vomVorschreiten der schlesischen Armee beunruhigt, von Paris herbei-geeilt und in Ehalons angekommen sei. »Na,« sprach Blüchermit guter Launei »da wollen wir hier's Examen halten;unser Feind hat die Kriegsschule in Brienne besucht;— aberichdenke, ersoll uns auch sattelfest finden!«
Wohl arbeiteten die sogenannten Friedensfreunde dem Heldenstets entgegen und Schwarzenberg schickte selbst einen General nachBrienne, um Blücher zu fragen: »welches die Ansichten des Feld-marschalls seien, und worauf er denn eigentlich hinarbeite.« DieseFrage wurde offen und unumwunden vorgelegt; und offen undunumwunden gab Blücher die seiner würdige Antwort: »Wirmüssen nach Paris. — Napoleon hat in allen Haupt-stadt e n v o n Europa seine Visite gemacht, solltenwirweniger höflich sein, als er? — Und endlich muß er vomThrone, aufdem erzum Wohl von Europa und unse-rer Fürsten nie hätte sitzen sollen. Ehe er nicht da-von abgestoßen ist, können wir keine Ruhe bekom-men.«
Das war Deutsch gesprochen, wie es Jedermann verstehenkann; aber den Friedens- und Feindensfreunden mochten die Oh-ren davon wehe thun.
26. La Rothiüre.
Am 1. Februar 1814 gewann Blücher die Schlacht bei LaRochiere. Die Franzosen, angeführt durch den tapfern Du-