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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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lichen Rede empfing, dci antwortete er: »Endlich hat die Gerech-tigkeit der Vorsehung unsere Waffen auf Frankreichs Boden ge-führt. Ganz Europa ist durch die unersättliche Ehrsucht Desjeni-nigen, der Frankreich seit 14 Jahren unumschränkt beherrschte,endlich aus seiner falschen Sicherheit geschreckt. Die Völker derWolga, der Donau, der Elbe, der Themse, des Tajo sind ausge-wandert und stehen jetzt auf dem Gebiet des einst so glücklichenFrankreichs. Viele dieser Völker waren einst mit Freundschaft undAnhänglichkeit Frankreich zugethan; Alle sind nun dessen Feindegeworden, und wodurch? durch den Alles umstürzenden Ehrgeizeines Einzigen. Gott hat endlich ein strenges Gericht gehal-ten und 609,000 Franzosen in zwei Feldzügen von der Erde ver-tilgt. Arme, beklagenswürdige Opfer der unermeßlichen Ehrsuchteines Herrschers, verschwenderisch mit dem Blute eines Volkes, demer ein Fremdling ist. Ost haben wir den Frieden angebo-ten; gern hätten wir ihn mit großen Opfern erkauft; übermüthigwurden wir abgewiesen. Wir müssen ihn nun, mit den Waffenin der Hand, auf Eurem Gebiet und wenn es so sein soll, selbst in

Eurer Hauptstadt suchen. Es thut mir leid, Euch nicht alle

Lasten ersparen zu können, die der Krieg unvermeidlich mit sichführt. Was ich zu deren Erleichterung beitragen kann, soll gesche-hen. Wir wollen Euch nicht die Verheerungen vergelten, dieEure Heere in unserm Lande angerichtet haben, und nicht dafürRache nehmen. Wir führen den Krieg nur gegen diejenigen, dieihn so gern verewigen möchten.«

An das 2. preußische und an das 4. und 5. deutsche Armee-corps erließ er folgende Proklamation:

»Die verbündeten Monarchen sind mit der schlesischen Armeezufrieden. Sie haben es dadurch bewiesen, daß sie diese Armeeverdoppeln, durch Euch, Ihr tapfern Soldaten des zweiten preuß.Corps, die Ihr bei Eulm und in der blutigen Schlacht von Leip-zig, unter den Augen der erhabenen Monarchen fochtet; durch Euch,Ihr biedern Hessen, die Ihr nie den deutschen Charakter und dieTreue gegen die in Eurer Mitte geborenen Fürsten verleugnetet,und durch Euch, Soldaten des fünften deutschen Armeecorps, dieIhr selbst in den Reihen unserer Feinde des deutschen NamenSnicht vergaßt, und obgleich aus verschiedenen Völkerschaften zu-sammengesetzt, doch fest verbunden seid, durch gleiche Gesinnung,durch gleichen Abscheu gegen Herrschaft der Auslander, die Euchso lange unterdrückten und verachteten.«

»Soldaten! ich fühle mich hoch geehrt, Euer Feldherr zu sein;

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