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hesme, und durch Napoleons Gegenwart aufs Höchste ent-flammt, vcrtheidigte sich mit fast beispielloser Bravheit; nur die derAngreifer kam ihr gleich. Hin und her wogte der Kampf, einwüthendcs Handgemenge. Endlich sahen sich die Russen im Be-sitze des Dorfes bis auf wenige Häufer. Aber der Marschall Ou-dinot rückte mit frischen Truppen heran, und vor dem mächtigenAndränge räumten die Russen das Dorf. Doch bald erstürmtensie es von Neuem; nur auf dem festen Kirchhofe hielt sich derFeind; alle Mühe, ihn hier zu vertreiben, schien vergebens, die An-strengung auf beiden Seiten unermüdlich. Es war schon 19 UhrAbends; da setzte der greise Held, dem die Geduld ausging, sichselbst an die Spitze der Sackcn'schen Reserve. Ihr nennt mich»Marschall Vorwärts!« rief er: »Nu will ich Euch mal zei-gen, was vorwärts heißt! Marsch, Marsch! in Gottes Namen!«Mit diesen Worten führte er sie gegen das Bollwerk des Feindes;— und nach einer Stunde harten Kampfes war der Kirchhof unddas ganze Dorf vom Feinde gesäubert, die Schlacht gewonnen.«
Der Feldmarschall hielt am andern Morgen Heerschau überdie Sieger von La Rothiare, ritt vor jedes Regiment, entblößte seinHaupt und rief: »Tapfere Kameraden! Ich werde mich bei Eu-rem edeln Kaiser bedanken, daß er mir die Ehre geschenkt hat,solche Helden zu führen. Ich werde diese Ehre und diese Freudemit in mein Grab nehmen.«
27. Tage des Unglücks.
Buonaparte hatte sich wieder bis auf 199,999 Mann ver-stärkt. Mit dieser starken Macht schob er sich schnell zwischenBlüchers und Schwarzenbergs Heere ein und siel über die einzel-nen Abtheilungen des ersten her. Bei Ehamp-Aubert griff eram 19. Februar die 4999 Mann starke Nachhut des SackenschenEvrps an, nahm ihren Anführer, den General Alsusiew, miteinem Theil der Mannschaft nach hartnäckiger Gegenwehr ge-fangen und tödtete einen andern Theil. Nur 1699 Mann ent-kamen zu Blücher. Zwar eilte Sacken dem Alsusiew zu Hülfe,gerieth aber am 11. Februar bei Montmirail in einer sumpfigen,durchschnittenen Gegend in große Gefahr. Jork, davon benach-richtigt, verließ seine sichere Stellung hinter der Marne und kam, seinem bedrängten Wassengefährten zu Hilfe. Beide vereinigt,zogen sich, von den Franzosen hart verfolgt, bei Schloß Thierry überdie Marne auf Ehalons zurück. Ueber 4999 Mann waren aufdiesem gefährlichen Zuge verloren gegangen.