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getrennt gewesenen Brüdern auf dem jenseitigen Stromnser.Welche heilige Liebe zum Vaterlande, welche frohe Hoffnung zumSiege damals alle Kampfer beseelte, davon giebt uns Blücher ineinem, zwei Tage vor dem Rheinübergang in Frankfurt am Maingeschriebenen Briefe den besten Beweis. »Nach Frankreich geheich von hier, und den ersten Januar mit Tagesanbruch passire ichmit der ganzen Armee den Rhein. Zuvor aber will ich mit mei-nen Waffenbrüdern in diesem stolzen Strome alle Knechtschaft ab-waschen, und als freie Deutsche wollen wir der großen Nation, diejetzt die fromme geworden ist, Gebiet betreten. Als Sieger, nichtaber besiegt, kehren wir zurück, und wenn der ehrenvolle Friede er-kämpft ist, dann soll unser Vaterland uns dankbar empfangen.Wie wohl wird es uns thun, beim Nückkehren von Gattinnen,Vätern, Müttern, Kindern, Schwestern und Brüdern mit Freu-denthranen und sanften Händedrücken empfangen zu werden.«u. s. w.
Seinen Kriegern empfahl er in einem, am 33. December zuFrankfurt erlassenen Aufruf, die schonendste Behandlung der deut-schen Brüder jenfeit des Rheins: »Als ihr von der Oder zumRhein vordrangt, tapfere Soldaten der schlesifchen Armee! mußtendem Feinde Provinzen entrissen werden, die er sich früher unter-worfen hatte. Jetzt geht Ihr über den Rhein, um den Feind, deres nicht verschmerzen kann, seine neunzehnjährigen Eroberungenin zwei Campagnen verloren zu sehen, zum Frieden zu zwingen.
— Soldaten! den Siegern an der Katzbach, bei Wartenburg, beiMöckern und Leipzig darf ich nur den Tag des Ruhmes zeigen,und ich bin des Erfolgs gewiß; allein ich habe Euch neue Pflich-ten aufzulegen. Die Bewohner des linken Rheinufers sind nichtfeindlich gegen uns gesinnt, ich habe ihnen Schutz und Sicher-heit des Eigenthums versprochen, ich that es in Eurem Namen,
— Ihr müßt es halten. — Ehre bringt den Soldaten die Ta-pferkeit, jedoch der Gehorsam und die strengste Mannszucht sindseine schönste Zierde.«
Am ersten Januar 1814 gingen die verbündeten Heere überden Rhein. Vom schlesifchen Heere schifften um Mitternacht, mitdem Schlage Zwölfe 233 Mann Brandenburgifche Schützen beiKaub über und verjagten die überraschten Wachen vom Felfen-ufer. Sogleich folgten 4333 Mann unter Anführung des Gene-rals Hünerbein auf Kähnen nach, Bacharach und Oberwesel wurdeeingenommen und eine Schissbrücke bei Kaub geschlagen, überwelche die Heerabtheilung Nocks und am folgenden Tage diejenige