Hat ihnen den Schlummer nicht gebracht;
Denn als sie cntzäumt das dampfende Roß
Und sicher sich däuchten,
Da sprach der Mond:
„Ich bin des Deutschen Bundesgenoß,
Ich will ihnen leuchten."
Und fort nun rannten sie; fort und fort,
Und fanden die Ruh' an keinem Ort.
In jener Nacht,
Da du,
Erbfeind der Ruh!
Zum letzten Mal vor uns gefloh'n,
Napoleon.
Da stürzt' in lodernden FlammenDein goldener Thron zusammen.
Da sprach der Herr im Donner der Schlacht:„Das deutsche Volk hat es wohl gemacht!"
1. Jugendliche Keckheit.
Lebrecht von Blücher, aus dem Hause Großen-Rensow imMecklenburgischen, Fürst von Wahlstadt, k. preuß. Feldmarschallund Ritter fast aller europaischen hohen Militairorden, war den16. Dez. 1742 in Rostock geboren. Sein Vater, Rittmeister inHessen-Kasselschen Diensten, schickte ihn in seinem 14. Jahre nachder Insel Rügen. Hier erregte der Anblick der schwedischen Hu-saren in ihm den Drang, Soldat zu werden. Vergebens riethendie Eltern und Verwandten ihm ab; er nahm Dienste als Junkerin einem schwedischen Husarenregimente. Seinen ersten Feldzugmachte er gegen die Preußen und gerieth in die Gefangenschaftdesselben Husarenregiments, dem er in der Folge so rühmlich vor-stand. Der Ehef dieses Regiments, Oberst von Welling, bewogihn, in preußische Dienste zu treten. Es ward ein Tausch mitden Schweden getroffen und Blücher als Lieutenant bei demselbenRegiments angestellt.
Der General von Bölling war ein tapferer Feldherr und einehrenwerther und würdiger Mann, zu dessen Vorzügen auch einGeradsinn gehörte, der es ihm unmöglich machte, sich anders zustellen, als er wirklich dachte. Er hatte den Befehl erhalten, inPolen die Gemüther für Preußen zu gewinnen und sich deshalb