Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
418
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Resonanz und dem Zusammenhang der Töne.Das ist ja," hörteman den König sagen,in einer ganz gewöhnlichen Dorf-kirche besser"! Der General-Superintendent der Provinz,Bischof Ilr. Ncandcr, trat auf und hielt die festliche Ein-weihungsrede; man horchte und horchte, aber man verstanddie laut gesprochene Rede nicht, die Stimme drang nichtdurch, sie erging sich in wunderlichen Tönen und verlor allenWohllaut, vorzüglich das ihr eigenthümlichc Schmelzende.Gleiche Bewandtniß hatte es mit dem Oberprcdiger undSuperintendenten Ebert; auch ihn verstand man nicht, wie-wohl er die schon bekannte Liturgie langsam und feierlich ineinem kirchlichen Tone las. Es war, als wenn böse, neckendeDämonen oben, in der Mitte und zwischen den Säulen derKirche schwirrten und jeden guten Eindruck zerstörten. Mansah sich bedenklich an und schüttelte die Köpfe. Unwilligund verdrießlich verließ man die neue Kirche, die man vollandächtiger Erwartung betreten hatte; sie war eingeweiht,aber ihr fehlte die wahre Weihe, das: 8uisum emcln,das Heilige und Erhebende.

Nie hat man den König, der sonst ein ruhiger, gemäßigterHerr war, verdrießlicher und verstimmter gesehen, als beidieser Gelegenheit.Da haben wir," sagte Er,die ganzesaubere Geschichte! Unerhört! Ich habe den Kirchbau mitTheilnahmc betrieben, habe geprüft, gewählt, verglichen, mitSachkundigen überlegt, und freucte mich, die Wünsche der Bürger-schaft zu erfüllen. Habe mir es viel kosten lassen und nie-mals lieber gegeben; mit Vergnügen habe ich aus meinemFenster den Bau angesehen, und man versicherte mir, Allessei gut; das war eine Herrlichkeit! Und nun, da Allesfertig geworden, ist Alles verdorben, so daß man kein Wort