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2,2 (1845)
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schcn konnte man brauchen; er mar für die damaligenZeiten gemacht. Seiner Kraft und Überlegenheit sich be-

mals, (I8Ul>,) eine tiefbewegte und er war mit den Vorkehrun-gen^ wie dem ganzen Gange der Dinge, sehr unzufrieden. Denunüberwindlichen und gepriesenen Helden, den Kaiser Napoleon,haßte er und wurde heftig, wenn man ihn mit Stein's Ideale,Friedrich dem Großen, verglich. Er durchschaute ihn und seineTendenz, und sagte es laut, daß nur die Zwietracht und Kleinheitseiner Gegner ihn so groß mache. Er räumte ein, daß er anList, Verstocktheit und Schlauheit alle Anderen überträfe; abernie, wie auch Alles unglücklich ging, und chaotisch in Trüm-mern tiefster Demüthigung das unterjochte Deutschland dalag,nie gab er den Muth und die Hoffnung auf, der gemeinschaft-liche Feind könne und werde besiegt werden. Er sprach dar-über mit Begeisterung, wie ein Prophet, und wußte, wie ausder alten Geschichte schlagende Analogien anzuführen, so, überdie Natur des Menschen und der Völker vortrefflich zu reden,so daß man mit ihm bessere Zeiten hoffte, wenn man freilich nichtbegriff, woher sie kommen sollten. Er wurde heftig, wenn man ihmwidersprach und konnte sich nicht mäßigen, wenn von JohannesMüller die Rede war. Napoleon wußte das; er kannte dieeminenten, umfassenden Talente Stein's, und fürchtete ihn.Nachdem er ihn für seine Absichten unschädlich gemacht undbewirkt hatte, daß der einsichtsvolle Minister aus dem PreußischenStaatsdienste entlassen und cxilirt worden, war Stein auf kurzeZeit, gleichsam auf der Flucht, zu Berlin, und wohnte in demSechandlungsgebäude. Der Consistorialrath, Direktor Sneth-lage, den er von Hamm her kannte und schätzte, und ich, wir gin-gen zu ihm. Der große, auch im Unglück unverzagte Mannsaß ruhig da, und las heiter die Biographie Washingthon's.Er sagte, daß er bald abreisen und nach Prag gehen würde.Natürlich war von den damaligen Ereignissen die Rede. Ersprang auf und holte ein Papier aus dem Pulte. „Lesen Siemal!" sagte er, und gab uns einen Brief. Er war an ihnvon dem Kaiser Napoleon selbst in Französischer Sprache ge-schrieben. Der Inhalt war folgender: „Es kann einem gro-ßen Manne nicht zur Unehre gereichen, einem großen ManneII. m '8