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weder aus Ehrbcgierde, oder aus Haß oder Geiz sich 'durchaus als Lehrer geltend machen wollen; da doch of-fenbar ist, daß sie nur Zwietracht und Unfrieden stiften.Ack Gott, wollen sie uns meinen machen, daß ihr Geistoder Vornehmen Niemandem bekannt sei, da doch jederGläubige oder Geistiggesinnte alle Dinge erkennt undbeurtheilt? Wir wollen gar nicht, daß Jemandem wegender Weihe oder der Person halber das Predigen abge-schlagen werde, so fern er gesandt ist, d. h. ordentlichvorgesetzt als. Bischof oder gesandt als Bote; in diesemFalle wird er aber sich unter die Ungläubigen begebenund nicht die Gläubigen verwirren. Aber die Selbst-sendung und das Verwirren, die Einführung neuer äußer-lichen Dinge ohne eingeholte Beistimmnng der Gemeindekann nimmer Gutes gebären, denn es ist nicht ausGott. Der Gott des Friedens nimmt alle Dinge ganzanders in die Hand; er ist nicht so ungnädig, so bitter,so zanksüchtig, wie die Lehre Dieser sich überall offen-baret. Es findet sich auch, daß ihr Werk, d. i. dieihre Lehre annehmen, nichts als zwicträchtige Leute undbegierig nach zeitlichen Dingen sind; daß auch solche,die früher ruhig, gottcsfürchtig und friedsam waren,rachsüchtig werden. Daran erkennt man, daß diesesein Werk des Fleisches und nicht des Geistes sei. Sokommt der Teufel so verborgen in einer so lichten Ge-stalt, daß die Einfältigen wähnen, es sei der GeistGottes; aber ihrer Viele haben doch angefangen einzu-sehen, daß es nur ein Selbstgefallen ist. Gott wolleuns allen Nebel und Betrug von unseren Au-