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auch dabei erkannt wird, wenn er sein Hans wohl re-gieren kann. Demnach muß er eine Haushaltung haben.Ja, Paulus meint, wer unzüchtig, zänkisch, sorglossei, und sittenloses Gesinde habe, der sei auch nicht fä-hig, für die ganze Gemeinde Sorge zu tragen. Waswolltet ihr wohl anfangen, ihr Zänker, wenn Titus mitden Erctcnsern gleich einen wohlhabenden, reichen Mannzu einem Bischöfe erwählt hätte? Darum achtet besserauf die Schrift und lasset den Streit ruhen! IndemPaulus hier weder Reich, noch Arm nennt, aber dochEinen, der Güter besitzet, bezeichnet, so soll darausnicht entnommen werden, daß er unter Haushalt ereinen Reichthnmsammlcr verstehe; denn er spricht: einBischof soll nicht nach schnödem Gewinne begierig sein.Daran kann eine ganze Gemeinde wohl merken, daßsie die üppigen und unverschämten Gewinnsncher, Wu-cherer oder Geizhälse nicht zu Bischöfen haben wählensollen. Man sieht auch wohl an dem Fleiße und andem Eifer, den er von den Bischöfen verlangt, wieman zuvorkommen solle, daß nicht allenthalben reicheLeute dazu erkoren werden. „Denn es geht schwer, daß„die Reichen in das Himmelreich kommen," wie Christusspricht, Lucas XVIII. 24. Dennoch haben sie solchewählen müssen, die ordentlich gchanshaltct haben. So-mit konnte man doch keine Bettler dazu nehmen, denndie Bettler haben weder Haus noch Gesinde; sondernPaulus hat unter „Haushalter" einen sittsamen Mannverstanden, der sein Gesinde solchermaßen regieren könne,daß es Niemandem schade, der ehrsam sei, gehor-sam und aller gerechten Dinge beflissen. Wo ein solches
Zwingt!, Predig! amt. IV. 2