hält, indem er 2. Tim, IV. 2 also spricht: „Predige„das Wort, halte an, es sei znr rechten .Zeit oder zur„Unzeit, strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und„Lehre." WaS ist das Anders, als eines Bischofes,eines Propheten, eines Hirten Amt? Dieses Amt istin Bezug auf die Lehre nichts anders, als auch dasApostelamt; aber darin liegt der Unterschied, daß dieApostel Wanderer oder Reisende waren, die Bischöfehingegen an dem Orte seßhaft sind, wo sie ihr Bischof-oder Pfarramt haben. Die Apostel durften keine Be-sitzungen haben; den Pfarrern ziemt es, Eigenthum zubesitzen. Dieses muß klar bewiesen werden, obgleich dieneidischen Aufruhrer und Sektircr ein Anderes bei denEinfältigen lehren. Paulus schreibt, Tit. i. 5—9:„Derhalbcn ließ ich dich in Ercta, daß du solltest vol-lends anrichten, da ich es gelassen habe, und besetzen„ die Städte hin und her mit Aeltesten, wie ich dir be-fohlen habe; wo Einer ist untadelig, eines Weibes„Mann, der gläubige Kinder habe, nicht berüchtigt,„daß sie Schweiger und ungehorsam sind. Denn ein„ Bischof soll untadelig sein, als ein Hansbaltcr Gol-fes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Wein-„säufcr, nicht pochen, nicht unehrliche Handthiernng„treiben, sondern gastfrei, gütig, züchtig, gerecht, bei-lig, keusch, und halte ob dem Worte, das gewiß ist,„und lehren kann, auf daß er mächtig, zu ermahnen„durch die heilsame Lehre und zu strafen die Wider-fprecher." Ans diesen Worten Pauli, die nunmehrallen Ebristcn wohlbekannt sind, will ich allein die ver-melden, welche zu unserem Zwecke dienen. Für's Erste
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