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4 (1843) Das Predigtamt
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gutcn Schein gäbe. Der Papst Hai die ganze Masseseiner Lehrsätze also bervorgcstellt: damit sie verhüten,daß kein Jrrthnm entstehe, nnd so haben sie zu unsererZeit öffentlich gewehrt, daß die Wahrheit nicht hervor-käme. Soll aber darum ein Jeder sich selbst dafürausgeben, er sei ein Apostel, Lehrer oder Evangelist?Nein, davon wird klarlich hernach folgen.

Nun wollen wir zuerst vom Amte der Apostel reden,denn die Acmter haben alle einen gewissen Unterschied.Ein Apostel ist dem Worte nach nichts Anderes als einBote; dcßwegen haben wir Deutsche recht geredet, esseien zwölf Boten; aber dennoch haben wir nicht sagendürfen: Petrus, der Bote, oder Jacobus, der Bote.Den Namen und das Amt hat Christus eingesetzt. Luc.VZ. 13 steht also:Jesus bat seine Jünger berufen,nnd zwölf ans ihnen erwählt, die er auch Boten gc- nannt hat." Das mag von dem Namen genügen.Ihr Amt aber ist, das Evangelium zu predigen, d. i.die Welt zu lehren, Gott und sich selbst erkennen.Wenn nun der Mensch sich selbst erkennt, so muß erei» Mißfallen über sich selbst empfinden; daraus mußdann die Rene und Besserung folgen, sofern er Gotterkennt; dann kommt erst neue Verzweiflung. Wenn derMensch sich sündhaft findet, nnd daß er der Besserungbedürftig sei, nnd sich auch täglich bessert, so findet erdoch noch solche Gebrechen, Versäumnisse und Unvoll-kommcnheit, daß er verzweifelt, zu Gott zu kommen.Da offenbart man ihm das Heil, das uns Gott durchseinen Sohn gnädig geschenkt hat. Das ist daö Amtder Apostel, und es ist das allerhöchste Amt unter allen: