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4 (1843) Das Predigtamt
Entstehung
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mit groß machten, daß sie beschnitten wären. DieseWiedertäufer schleichen sich ferner auch also ein, wieJene sich eingeschlichen hatten; beginnen so hoch vonGott an zu reden, stellen sich so kläglich dar, als obsie erst aus einem Schiffbruche sich gerettet hätten. Dastaunt sie das einfältig Volk an, verwundernd und er-schrocken ; aber endlich geht Alles auf die Wicdertaufeund Kindcrtaufe hinaus, und daß man keine Obrigkeithaben solle, und alle Dinge gemein, und daß man we-der Zins noch Zehnten schuldig sei; von welchen letztenDingen wir anderswo christlichen Bescheid gegeben ha-ben. Dabei wenden sie folgende List an: Oeffentlichseufzen sie so tief und sprechen: Wehe, wehe dem, derZins und Zehnten einnimmt! Nichts desto weniger solletihr es geben. Darnach aber raunen sie in die Ohren:Wenn du den Zins zwanzig Jahre gegeben hast, so bistdu dem Zinsherrn nichts mehr schuldig. Sehet, frommegetreue Herren und Freunde, was daraus folgt: die-jenigen, welche sonst dem Evangelio nichts nachfragten,stellen sich nun eifriger als alle Andern und wollen eshandhaben; sie sehen aber nur darauf, daß es dazukäme, daß man Niemanden etwas schuldig sei. Dazudienet die Lehre der Wiedertäufer und dieser Aposteldie sich selbst gesandt haben. Wiewohl viele Gütermißbraucht werden, voraus die geistlichen, so soll dochein Richter, d. i. die Obrigkeit, über ihre Besitzungentscheiden; denn wer durch Selbstgewalt einem Anderndas Seinige entweder vorenthält oder nimmt, der istein Räuber und nicht ein Christenmensch. Wo aberdie Obrigkeit nichts thun will, da wird es Gott wobl