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4 (1843) Das Predigtamt
Entstehung
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die Stände und Berussarten die ernste Anforderung,ihr Recht, zu sein und zu wirken, mit Selbstbewußtseinzu gründen. Es sind das die Zeiten des göttlichenGerichtes, in welchen nur diejenigen bestehen können,welche im lebendigen und selbstbewußten Verbände mitder ewigen und lebendigen Ordnung der Dinge sichbefinden, und als lebendige Reben am göttlichen Reb-stockc unter der Glut des Lebens in Dcmuth blühen undselbst noch im frostigen Herbste ihre erquickenden Früchtezu spenden vermögen. Wer aber außer diesem leben-digen Bande sich befindet, der muß in diesem Gerichteuntergeben, mag er sich noch so hoch durch menschlicheMacht erheben, oder noch so täuschend sich mit demheuchlerischen Gewände äußerlicher Heiligkeit umgebenhaben. Der, welcher die Zeiten lenkt mit der Allmachtseines Geistes, schaut auf das Herz und nicht aus äus-sere' Macht und äußerlichen Schein. Eine solche Zeitdes Gerichtes und zugleich einer Erneuerung der gesell-schaftlichen Formen war die Reformationspcriodc undist es auch die Gegenwart. Das Gericht trifft aberzuerst diejenigen, welche auf der Höhe des gesellschaft-lichen Lebens sich befinden, wie auch die Hochgebirgezumeist den Stürmen ausgesetzt sind. So werden die-