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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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menschlicher Lehre die Schafe zerstreuen)und ihresHerzens Bcdünkcn reden. Ich sandte sie nicht, und sieliefen: ich redete nichts mit ihnen, und sie weissagten.Wann wollen doch die Propheten aufhören, die falschweissagen, und ihres Herzens Trügerci weissagen,und wollen, daß mein Volk seines Namens vergesseum ihrer Träume willen, die Einer dem Andern pre-diget? Ein Prophet, der Träume hat, der predigeTräume: wer aber mein Wort hat, der rede meinWort! Wie reimen sich Spreu und Weizen zNsam-men?" Hier hört man nun wohl, von welchen Pro-pheten Gott redet, nämlich von den Traum- und Mähr-chenvcrkündigern. Welchen Lohn aber verheißt er ihnen? Ihr Weg wird schlüpfrig sein und in die Finsternißleiten, darein sie gestoßen werden. Ich werde siemit Mermuth speisen und mit Galle tränken. Sosolleuch solche Untugend sein wie ein Riß an einer ho- hcn Mauer, wenn es beginnt zu schalten, die plötzlich.. und unversehens einfällt und sie zerschmettert." Jsaj.XXX. 13, 14. Solche Kundschaften finden wir vielein der Schrift, daran man die falschen Propheten er-kennt. Vorzüglich zeichnet sie trefflich Ezech. XXXIV,welche Stelle aber zu lang ist, um hier angeführt zuwerden. Ihr Schluß lautet, daß man sie abthun solle.Doch ist in Betreff der Frage: ob man solche Priestergewaltsam todtschlagcn dürfe, zu bemerken, daß keinemzukomme, ohne gesetzliches Recht und Gottes Geheiß,einen Menschen todt zu schlagen. Darum haben diewüthenden und jähzornigen Christen Unrecht, wenn siemeinen, man solle gleich, nach dem Worte Dent. XIII.