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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
Seite
75
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Die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet kein Schwert...sehen, und es wird keine Hungcrsnoth bei euch sein;sondern ich will euch guten Frieden an diesem Orte walten lassen." Also wollen auch zu unserer sünd-lichen Zeit die falschen Hirten stets Frieden verheißen,dem sie aber nicht nachstreben; wenn sie aber in demWorte Gottes bewandert und erfahren waren, wüßtensie wohl, daß diese sündliche Welt sich ändern und bes-sern muß, oder dann Hungcrsnoth, Krieg, Pestilenzoder Gefängnisse erdulden. Aber sie schreien nach Frie-den, da er nicht zu hoffen ist. Wenn nur ihre Ren-ten und Einkommen bleiben würden: denn um diesenFrieden ist ihnen besonders gelegen. Da sprach derHerr:Die Propheten reden falsch in meinem Namen;ich habe sie nicht gesandt, ich habe ihnen nichts be-fohlen, und nichts mit ihnen geredet; sie predigen euchfalsche Gesichte, Deutungen, Abgötterei und ihres Her-zens Trügerci." Darum so spricht der Herr von denPropheten, die in meinem Namen weissagen, so ich siedoch nicht gesandt habe, und sie dennoch predigen, eswerde kein Schwert, noch Theurnng in dies Land kom-men:Solche Propheten sollen sterben durch Schwertund Hunger." Siehe, hier drohet Gott den falschenPropheten das Schwert. Daß man aber keine anderendarunter zu verstehen habe, als die, welche Menschen-lchrcn vortragen, wie die Päpstlcr es thnn, so bezeich-net er sie noch deutlicher Jcrcm. XXIII. 1 ff.:Weheeuch, Hirten! die ihr die Heerde meiner Weide um-bringet und zerstreut" (siehe, ob er hier nicht von denreißenden Wölfen redet, die durch vielfache Jrrunö