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3 (1843) Der Hirt
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ist auch offenbar, daß die Bischöfe, die alle Laster al-lein um des Geldes willen bestrafen, nichts als räube-rische Wölfe sind: denn trügen sie Schmerzen um derLaster wegen, so würde ihnen dcrselbige nicht durch dasGeld gemildert werden; sondern sie würden sich bemü-hen, den Sünder durch göttliche Lehre von den Lasternwegzuführen; da sie dieses nicht thnn, so ist es gewiß,daß sie mir auf den Geldbeutel sehen. Also lernt mansie am Lohnsuchen erkennen, und es ist ein Jammer,daß man sie als Hirten ansehen soll, da sie doch nurwahre Wölfe sind. Wenn dem wahren Hirten sein Lohnmit Schmach und Verfolgung verheißen ist, so ist esklar, daß diejenigen, welche keine Schmach und Verfol-gung erdulden wollen, nicht Hirten, sondern feige Mieth-linge sind. Mit welchen Namen soll man aber die nen-nen, die den wahren Hirten feindlich sind, sie mit allerMacht verfolgen, und, wo sie es nicht vermögen, An-deren Lohn zur Verfolgung geben? Solcher wüßte ichEtliche mit ihren Gaben anzugeben; es ist aber nochnicht Zeit dazu. Ihre Bosheit muß zuerst ihr vollesMaß erreichen; alsdann wird sie auch an den Tagkommen: „Denn es ist nichts so verborgen, das nicht„ offenbar werde." Mark. IV. 22. Es sind auch alledie falsche Hirten, die den Königen und Völkern, welcheSünde begehen, nicht widerstehen, sondern sie, zum Aer-gcrniß aller Frommen, stetsfort ohne Scham sündigenlassen. Und die Schande wäre nicht so groß, wenn siedieselben nicht noch darin übertreffen würden. Manmuß sich schämen, von ihrer Zügcllosigkcit und ihrenheimlichen Lastern zu reden. Eph. V. 12. Sollte man