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schelten; denn die Prälaten führen die Zehnten nndFrüchte weg, nnd lassen sie an den Klanen sangen.Darum soll jede Kirchgemeinde sehen, daß ihr Pfarreraus ihren Zinsen nnd Zehnten geziemend versehen werde,damit er auch den Armen zu Hülfe kommen könne. Undwo solches geschieht, so wird alles Narrenwcrk, durchwelches man zu Opfern gelockt hat, wegfallen. Vorallen Dingen sind nicht würdig, Hirten genannt zu wer-den, die nicht lehren können, oder wenn sie es könnten,nicht standhaft genug sind, den Widcrredendcn mannlichzu widerstehen. Des Hirten Kinder sollen züchtig, gläu-big, wohlerzogen sein; daraus ersteht man, daß mannicht junge Lassen, sondern die schon eine Zeit langHausgehalten nnd wohlerzogene Kinder haben, zu Hirtenerwählen solle; es wäre denn, wie Timotheus, ein Jün-gerer mit den Gaben verschen, die zu einem Bischöfegehören. Die übrigen Stücke, die in des Apostels Wor-ten bezeichnet sind, kann Jeder selbst ermessen. So sollman nach den Worten Christi den falschen Hirten eigent-lich an den Früchten erkennen lernen, nnd dabei wissen,welches göttliche und welches teuflische Früchte seien;damit man nicht den Lolch behalte und den Weizen weg-werfe. Was der abgehauene Baum, der in das Feuergeworfen wird, bedeute, wird später folgen.
Auch die sind alle falsche Hirten, die inwendig nichtrechtgläubig sind und Gott nicht lieben, wie früher ansdem Beispiele und aus den Worten Christi klar vondein rechten Hirten gesagt worden ist; welchen Unglau-ben man deutlich ans ihren Werken sieht. Im Anfangehat man gehört, daß der Hirt Vater und Mutter, Schwc-