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3 (1843) Der Hirt
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werden, zur Bewahrung der Unschuld armer Franc»und Jungfrauen, deren Schönheit durch Armuth in Ge-fahr kommt, ausgegeben werden; — ja, wenn die Un-kundigen also wüßten, was christliche Werke wären, sowürden sie den Hirten allein an solchen kennen lerneinSonst mag der Hirt geizig, unkcnsch, ein Trunkenbold,ein Spieler sein, wenn er sich dabei nur für gottes-fürchtig durch vieles Mcßhaltcn und äußerlichen Scheinder Kleidung und Sitten erzeigt: so wähnen die ein-fältigen Schafe, er sei ein Hirt, da er doch nichts An-deres als ein räuberischer Wolf ist.

Wie der heilige Paulus einen wahren Bischof, dasist, Pfarrer, Tit. I und I. Tim. III, beschreibt, habeich mit Fleiß bis hichcr gespart, damit man neben demLichte die Finstcrniß, neben dem rechten Hirten denfalschen erkenne. „Ein Bischof oder Pfarrer/' sprichtPaulus, „soll unsträflich sein. Eines Weibes Mann,„nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, geschickt zu lehren;..nicht ein Wcinsäufcr, nicht poche», nicht unehrliche.. Handthierung treiben, sondern gelinde, nicht hadcr-„baftig, nicht geizig, der seinem eigenen Hause wohl„vorstehe, der gehorsame Kinder habe, mit aller Ehr-„ barkeit. Es muß ein Bischof oder Pfarrer uutadelhast„sein, als ein Haushaltcr Gottes; nicht eigensinnig,„nicht zornig, nicht ein Wciusäufer, nicht ein Spötter...Er muß auch fest oder standhaft in der Lehre des„wahren Glaubens sein, damit er trösten und crmab-„ nen könne in rechter, gesunder Lehre, und die Widcr-„sprccher hervorziehen und bestrafen. " Siehe, aus die-sen Worten erlernt man, an welchen Stücken man einen