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3 (1843) Der Hirt
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nach den Werken, die Gott befohlen hat. Weil aberjetzt der Hirt nicht nach diesen Werken geschätzt wird,so sind viele Unwissende, die reden: Siehe, man hältnicht Messe, man ehrt nicht die Bilder, man hält nichtsauf den Gesang im Tempel, nichts auf den Ablaß:man giebt den Mönchen, den Nonnen, den Pfaffen keineGaben noch Opfer mehr; man giebt nichts zu unsererFrauen Gebet, :c. Wenn sie aber wüßten, daß diebezahlten Messen Gott ein Gräuel sind, und daß mandie lebendigen Bilder Gottes, die armen Christen, nichtdie hölzernen und steinernen Götzen, zur Ebre Gottesbekleiden solle, und daß Gott anbeten im Geiste undin der Wahrheit der gottgefälligste Gesang ist, nichtdas sinnlose Jauchzen; daß der Ablaß nichts Anderesals ein Freibrief zu allen Lastern gewesen ist: denn ausden hat man geraubt, gestohlen, gewuchert, gekricget, vcr-rathcn, ja die ärgsten Gränelthatcn begangen; ja, wennsie wüßten, daß es schädlich ist, unter dem Christen-volkc so viele Müssiggänger, Pfaffen, Mönche und Non-nen zu haben, weil sie gewöhnlich die Urheber allerZügellosigkeit und Wollust sind; auch wenn sie betrach-teten, daß keines Menschen Werk dem andern vorgesetztwerden könne, als dasjenige unscrs Herrn Jesu Christi,des wahren Gottes und Menschen; auch daß man derJungfrau Maria nicht dadurch die höchste Chre erweise,daß man hohe Mauern aufführe, und die Domherrenauf schönen Rossen reiten lasse und daß sie bei schönenFrauen essen; sondern daß denen, welche auf ihren Sohnhoffen. Hülfe verschafft werde, und daß die Kosten,welche jetzt zur Aufführung hoher Mauern verwendet