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3 (1843) Der Hirt
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keine äußere Drangsal gedämpft werden. Damit mußman die Feinde Gottes überwinden, wie Paulus, Rom.VIII. 38, spricht: „Ich bin gewiß, daß weder Tod,„noch Leben, weder Engel, noch Fürstcnthum, noch„Gewalt, weder Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, we-„der Hohes, noch Tiefes, noch keine andere Kreatur„uns zu scheiden vermöge von der Liebe Gottes, die in„Ebristo Jesu ist, unserem Herrn."

Da nun die Liebe dem Hirten nothwendig ist, müs-sen wir anzeigen, warum und woher sie ihm verliebenwird. Deßwcgen ist die Liebe nothwendig, weil alleDinge nach ihr gerichtet und gemessen werden. DerZimmermann ist so sicher mit dem Augenmaß nicht; ermuß auch dazu das Richtscheit gebrauchen. So ist alleTapferkeit, Kunst, Glaube nichts, wenn sie nicht nachder Liebe gerichtet werden, 1. Eorinth. Xllk. 1 — 7:„Die Liebe ist langmüthig und freundlich, die Liebe ei-„fert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, sie blä-„ het sich nicht. Sie stellet sich nicht ungcbcrdig, sie„suchet nickt das Ihre, sie läßt sich nicht erbitten, sie„ kracktet nicht nach Schaden. Sie freuet sich nicht der„Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit. Sie„verträgt Alles, sie glaubet Alles, sie hoffet Alles, sie„ duldet Alles. Die Liebe höret nimmer auf." Dusiehst an der Art der Liebe, daß sie dem Hirten vorallen anderen göttlichen Tugenden Roth thut. Gleichwie der Hirt etliche Schafe schlägt, etliche mit derHand, etliche mit dem Fuße schiebt, etliche aber mitPfeifen treibt, etliche mit Salz locket, aber etliche, dieschwach sind, trägt, etliche dabcim läßt, bis sie erstar-