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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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ket sind (und dieses Alles thut er seinem Herrn zum Be-sten, damit die Schafe gemehrt, rein und gesund erhal-ten werden): so soll der Hirt Gottes auch alle Dingeaus Liebe thun, die Schafe Gottes zu mehren und zustärken; bald soll er sanft, dann hart sein, je nachdemdie Schafe es erfordern und Gott es haben will. Kurz,wo die Liebe ist, da trifft sie das Rechte, da geht mannimmer müßig, man vermehret fort und fort die EhreGottes, und vermag dabei alle Dinge zu dulden; dennohne die Liebe fällt der Mensch leicht in Hochmuth:ja, wo die Liebe Gottes nicht ist, da ist Alles nurHochmuth.

Wo man die Liebe Gottes erlange, wird deutlichaus den Worten Christi erlernt, Johannes VI. 44:„Niemand kommt zu mir, es habe ihn denn mein Va-„ter gezogen." Also kommt das Gottanhangen vondem selbst uns zu sich ziehenden Gotte her: dennGott selbst ist die Liebe, 1. Joh. IV. 16: „Wer nun„in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott„bleibet in ihm." Also thut es Noth, daß der HirtGott ernstlich anrufe, daß er ihn mit dem Feuer seinerLiebe erfülle. „Wie kann er ihn aber anrufen, wenn„ er ihm nicht vertraut?" Rom. X. 14. Daraus folgt,daß das Anrufen aus Vertrauen kommt: denn wir ru-fen den nicht an, bei dem wir uns keine Hülfe verse-hen, oder wenn wir uns solcher versehen würden, eraber uns nicht zu helfen vermöchte, würden wir ihnauch nicht anrufen. Versehen wir uns nun zu Gott,daß er uns so treu sei und unsere Noth entfernen wolle,und so stark, daß er solches vermöge, so ist Gott schon