Druckschrift 
3 (1843) Der Hirt
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

46

er dir leisten wird? Ja. Hast du ihn für deinen Va-ter/so wirst du ihn auch ohne Zweifel lieb haben, undfolgsam sein in allem, was er fordert? Ja. Du wirstauch Freude haben, wenn du ihm dienen kannst? Ja.Also folgt aus dem Glanben, durch den du ihn für de»höchsten Gott, für deinen Gott, für deinen Vater hast,daß du zum ersten hoffst, zu ihm zu kommen, ja du eilst,zu ihm zu gelangen. Denn hast du ihn für deinen Va-ter, so wirst du ihn auch lieb haben. Hast du ihn lieb,so wirst dn nicht ertragen können, daß sein Name nichtgeehrt, daß man seinem Worte nicht Glauben schenkt,daß mau so schändlich wider ihn lebe. Und wie dn eherden Tod, als deines leiblichen Vaters Schmach erträgst,also wirst du noch vielmehr für den himmlischen Vatereber den Tod leiden, als zugeben, daß ihm Nachthcilwerde. Glaubst du, daß Gottes Wort nicht fehlen kann,so weißt du auch, daß hier für ihn sterben die größteEhre ist, die ein Sohn seinem himmlischen Vater undGott anthun kann. Und je weniger dn den Tod fürch-test, je stärker der Glaube in dir ist; je mehr du denTod fürchtest, desto weniger Vertrauen und Liebe zu Gottin dir wohnet. Wo der rechte Glaube und die göttlicheLiebe ist, da weiß der Mensch, daß um Gottes willensterben ein Gewinn ist und der Anfang des wahren Le-bens. Er weiß auch, daß nicht der überwunden wird,der bei stetem Ausharren beim Worte stirbt, sondern dersich aus Liebe zum Leben von Gott abwendig machenläßt. Und er wird niemals sprechen: Ja, ich werdedabei getödtct; das ist eine Stimme des Fleisches. Woaber rechte göttliche Liebe ist, da kann dieselbe durch