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3 (1843) Der Hirt
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darin Niemanden beleidige. Siehe, was wird der armePfarrer predigen? Die ganze Welt liegt im Argen,und er soll sie nicht schelten? Was bedürfen sie denndes Hirten? Ich weiß wohl, daß der gute Herr ge-sagt hat, das Evangelium schelte Niemanden. LieberHerr, öffnet ein wenig besser die Augen, und sehetMatth. XXIII. 3. Joh. VIII. 3, und sonst an vielenOrten, wie Ehristns und Johannes geredet und gcthanhaben! Cr wird mir wohl weitcrs antworten: Ja, derPfarrer soll die Bauern schelten, und sie aus den La-stern reißen. Denn er hat sich dabei gerühmt, er wollenicht wider das Evangelium sein; denn er sei auch fürdasselbe. Hier liegt die Eiterbeule. Die Hohendieser Welt mochten wohl leiden, daß man die Wahrheitpredigte, sofern man ihre Tyrannei nicht daran erken-nen lernte, und sie nicht anrührte, und sie dadurch auchnichts verlieren würden. Der Hirt lernet aber hier einAnderes, nämlich dem Könige, dem Regenten nicht zuübersehen, und zu sprechen:Man muß Gott mehr ge-borchcn, als den Menschen."

Wenn aber die Rotte der Päpstlcr ihren Gehorsamauch mit diesen Worten beweisen, wollen wir wcitersvon ihnen reden. Als Sank mehr nach seinem Gut-dünken, als nach dem Worte Gottes, handeln wollte,bat er den größten Ungehorsam begangen. Darum sprichtSamuel zu ihm: der Ungehorsam gegen das, was Gottgeheißen hat, sei ein schädlicher und betrüglicher Götzen-dienst, gleich dem Betrüge der Zauberer und Wahrsagermit erdichteten Fabeln. Es richtet ohne Zweifel derMensch, der ans seiner Vernunft etwas für gut hält,