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dien ließ cr für sich behalten. Diesen Vorwitz übersahihm der Prophet Samuel nicht, obgleich Saul ein Kö-nig war und neulich mit Sieg bekränzt worden. Er tratzu ihm, und sprach: „Warum bist dn dem Worte Got-tcs und seiner Stimme nicht gehorsam gewesen, sondern„hast dich zum Raube gekehrt und übel gethan vor dem„Herrn, deinem Gottc?" Saul antwortet: Er wäregehorsam gewesen: denn cr habe die Amalckitcr geschla-gen und ihren König lebendig gefangen; es hätte auchdas Volk dabei einige Habe behalten und Vieh, das sieGott opfern wollen. Darum schalt ihn Samuel wiede-rum, und redet: „Meinest du, daß Gott Lust habe an„Brandopfern und Opfern, und nicht vielmehr fordere,„daß man seinen Befehlen gehorsam sei? Gehorsam„ist besser denn Opfer; denn Gott widerstreben ist eine„gleiche Sünde wie Zaubern und Wahrsagen, und ihm„nicht gehorchen ist gleich Götzen anbeten. Weil du„aber das Wort GotteS verworfen hast, so hat dich„Gott auch verworfen, daß du nicht mehr König seiest."Und hernach hat der Prophet Samuel den gefangenenKönig Agag zu Stücken zerhauen. Dieser lehrt unsklar, daß der Hirt auch dem Könige und Fürsten oderOberen nichts übersehen soll, sondern, sobald cr ihnsieht vom rechten Wege abirren, soll cr ihm seinen Jrr-thnm anzeigen. Darum ist der Prälat (dessen Haineich um Gottes willen hier verschweige) vorwitzig gewe-sen, der vor wenigen Tagen, als er einem Priester einePfarre verlieh, und demselben ernstlich anempfahl, crsolle seinen Orden mit keinem Worte schelten, cr solleauch das Evangelium solcher Weise predigen, daß er