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Schafen nichts mangelte, so bedürften sie keines Wäch-ters; des Hirten bedürfen sie aber für die Gefahren,Wenn aber der Hirt in der Gefahr fliehen will, somuß er doch für die Schafe haften, wenn sie schon kei-nen Hirten haben.
Darum thnt es Roth, daß man auf Christum sehe,der spricht, Joh. X. 12: „Ich setze mein Leben für„meine Schafe." Er hat dieses nicht allein geredet,sondern mit der That erfüllt. Denn, als er gen Je-rusalem hinaufging, sagte er den Jüngern die Gefahr,die ihn bedrohe, voraus. Matth. XVI. 23. Und daihn Petrus abwendig machen wollte, sprach er: „Hebe„dich, Satan, du hinderst mich; denn du siehst nicht„an die Dinge, die Gottes sind, sondern nur die der„Menschen." Und er hat, nachdem er gen Jerusalemgekommen, die Käufer und Verkäufer ans dem Tempelgejagt, ohne auf die Nachstellungen und Verfolgung dergeizigen Pfaffen, Gelehrten und Gewaltigen zu achten;auch hat er ihnen die Laster des Geizes, der Ehrbc-gicrde und Heuchelei öffentlich vor allem Volke scharfund hart vorgehalten, Matth. XIII. Und als die Zeitgekommen war, daß er für uns alle sich opfern wollte,und ihn die Feinde suchten zu sahen, ist er ihnen ent-gegen gegangen. Und um uns verstehen zu geben, daßein Hirt auch den leiblichen Schaden seiner Schafe ver-hüten solle, hat er sich nicht allein für uns gegeben,sondern auch den Jüngern das leibliche Leben gefristet,und mit göttlicher Kraft geredet: „Suchet ihr mich, solasset die gehen." Und so hat er sein Leben für unsgegeben. Darum soll auch ein jeder Hirt, sofern er ein