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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
Seite
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mal, die Kraft des Glaubens von anderer unterscheiden:denn, wenn der Mensch allenthalben in Zweifel gesetztwird, so weiß er, wenn er gläubig ist, zu Niemandenanderem sich zu wenden, als zu Gott und seinem Worte,und daselbst Raths sich zu erholen, und sich mit ungc-rhciltem Gcmüthe an ihm zu halten.

Also kommet her zu Christo, der spricht, Joh. X.12:Der gute Hirt setzt sein Leben für seine Schaft:darum, willst du zu den guten Hirten gezählt werden,so mußt du dein Leben für deine Schaft setzen." Erweckt uns auch mit anderen Worten, Matth. X. 27:Was ich euch in der Finsterniß sage, das redet imLichte; und was euch in das Ohr gesagt wird, dasprediget ans den Dächern aus. Und fürchtet nicht,die den Leib tödten: denn die Seele mögen sie nichttödten; sondern fürchtet eher den, der Seele und Leibmit ewiger Pein verderben kann." Hier hören wirdeutlich, daß wir das Wort nicht verschweigen sollen,sondern offen vortragen, ohne Furcht vor denen, dieuns schaden können. Denn wir sind schuldig, wider alledie zu handle» und zu reden, die sündigen, wie Gott durchden Propheten spricht, Jer. I. 7:Du wirst allen- thalbcn hingeben, zu wem ich dich schicke. " Und durchJesaias, IZIII 1:Ruft getrost, schone nicht, erhebedeine Stimme wie eine Posaune, und verkündige mci-nem Volke ihr Unterstehen." Also ersehen wir, daßder Hirt schuldig ist, wider alle Feinde hervorzutretenzum Schirme der Schaft; auch daß er die Schaft ausden Wüsteneien der Sünde hebe: denn, wo das nichtwäre, so bedürfte man keines Hirten. Denn, wenn den