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3 (1843) Der Hirt
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wie der größere Thcil der Gewalthaber undderjenigen, die das Schwert haben, mehr ausGeitz, Muthwillcn, Frevel und allein zurHöhnung des göttlichen Rechtes und zumDienste der Wollust, als aus Liebe oder Furch tGottes die Gerechtigkeit handhaben; wennman das Joch eine Gerechtigkeit nennen darf.Gegen ihre Unterthanen ist nichts als Pochen, Strafen,Schinden, Schaben, Verzinsen, Versetzen; gegen dieAeußercn nichts anders als Kriegen, Rauben, Fechten;unter ihnen selbst nichts anders als Saufen, Spielen,Huren, Lästern, Tanzen. Siehe, so übel steht es umdie Häupter, frommer Hirt; darum sieh dich ernstlich um,was da zu thun sei; denn redest du nicht, so wird dasvergossene Blut von dir gefordert werden, wie oben ge-sagt worden; redest du aber, so fällst du in ihre Ge-walt. Denn die päpstliche Rotte hat sich bei vielen Für-sten eingeschlichen durch Versorgung ihrer Kinder, indemsie hier einen fürstlichen Sohn zu einem Kardinal, dorteinen zu einem Bischof, Abt, Comtur, Probst, Pfleger,Verweser, Coadjutor gemacht, daß sie ihnen nicht wenigverpflichtet sind. Zudem ließen die Päpstlcr sie auchmehrere Male Theil nehmen am Ablaßgcldc, das sievon ihrem armen Volke erschunden. Wenn du also dieRotte der Heuchler nach dem Vorbilde Christi wirst an-greifen, so springen diese hervor als ihre Beschützer.Willst du aber den Schild und Speer hinwerfen unddich dem Amte entziehen, so wirst du unter die untreuenHirten gezählt, die, wenn sie den Wolf sehen, dieSchafe verlassen und fliehen. Hier lernen wir auf ein-

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