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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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anderen äußerlichen Dinge verhalten, undwas für Lohn er hoffen solle. Also finden wir, daßder Hirt die allerschädlichstcn Laster zum Ersten uner-schrocken angreifen muß, und sich da nicht lassen ab-schrecken durch die aufgeblasene Gewalt dieser Welt,noch durch deine Nachstellung und Verfolgung. Wie Gottzu Jcrcmia redet, I. 9. 1V: .. Nimm wahr, ich habe meinWort in deinen Mund gcthan und habe dich ans demheutigen Tage über die Völker oder Heiden und Reicheverordnet, daß du ausreißest, zerbrechest, zerstörest undverderbest und wiederum bauest und pflanzest." Darummuß der Hirt alle Gebäude, sie seien so hoch sie wol-len, die sich wider das göttliche Wort erhoben haben,angreifen und abbrechen. 2 Cor. X. 5. Davon hatChristus ein wahres Vorbild uns aufgestellt. Denn alser unter dem jüdischen Volke gesehen, wie der PfaffenGleißncrei und Geitz die Ursache sei, daß alles Volk vonGott abweiche und in der. Pfaffen Geitz, Satzungenund Willkür gefangen sei; da hat er nichts so ernst an-gegriffen, als die Gleißncrei und den Geitz. Er hattemit dem Volke großes Mitleiden, daß es des WortesGottes beraubt, und keinen väterlichen Hirten habe.Matth. IX. 36. Er belehrte dasselbe mehrcntheils freund-lich; und wann er es schelten mußte, hat er es dochnicht so hart angegriffen als die verführerischen Pfaffen;diese hat er Unwissende, Buschnattern, Kinder des Teu-fels, Heuchler, Habgierige, Schleicher und dergleichengescholten; wie denn allenthalben in den Evangelien zulesen steht. Beweisstellen bedarf es hier nicht. Wennnun zu unserer Zeit die Gleißncrei bis dahin gekommen