einen gewissen Zugang zu Gott haben. Undwenn sie an die Seligkeit und die Versicherung der GnadeGottcS glauben, und jetzt Gottes geworden sind, dievorher des Fleisches und der Vcrdammniß waren, so sindsie auch schuldig, nach dem Willen Gottes fortan zu le-ben: denn sie sind ein neu Geschöpf. Gal. VI. 15. Da-rum muß der Hirt ernstlich verhüten, daß die Schafe,welche gesund gemacht worden, nicht wieder in Krank-heit fallen. Dieses muß alles mit dem Worte Gottesvollbracht werden; darum muß er in demselben vor al-len Dingen wohl erfahren sein. Er muß dasselbe alleinaus den heiligen Schriften der Bibel erlernen. Nun istdas Erlernen des Buchstabens nichts, wenn ihm Gottnicht das Herz zieht, daß er dem Worte im Glaubensich hingebe, und es nicht nach seinem Sinne deute, son-dern frei lasse, wie das göttliche Wehen eingibt. Die-ses wird kurz in den Worten Pauli also begriffen. 2Tim. III. 16, 17: „Alle Schrift, die von Gott cinge-„ wehet, ist auch nützlich zu lehren, zu strafen, zurccht„zu weisen zu der Zucht der Frömmigkeit; damit der„Mensch, der Gottes ist, ganz sei, zu allen guten Wcr-„ kcn tüchtig und vollkommen. " Darum soll alle Weide,die der Hirt bietet, aus diesem Worte genommen sein.Welche Bücher biblisch seien und welche nicht, brauch'ich hier nicht zu sagen, denn es wissen dasselbe allewohl, die in den Sprachen geübt.sind.
So nun der Hirt seiner Verwandten, seines Lebensund seiner Lehre halben fdie göttliche Liebe wird hernachkommen) wohl gefaßt ist, so wird demnach Noth sein,daß er wisse, wie er sich in Bezug auf die