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.. unzählbare Lehrer, doch wenige Väter hätten. Darum„wird bemerkt, daß die, welche nicht unsere Väter sind,auch nicht wahrhaft Lehrer sein können." Väter sindmit der That und Lehre beflissen, ohne allen Vorthcilgegen ibre Kinder zu leben; also sind die Hirten nimmergerecht, wenn sie nicht ein väterliches Gemüth gegenihre Empfohlenen tragen. Bewegen sich die Lehrer nichtin den Dingen, die sie lehren, so sind sie nicht rechtbeschaffen; üben sie sich aber in den Dingen, die sieaus Gott lehren, so lehret das lebendige Beispiel mehrals hunderttausend Worte; lehren sie aber nicht dasWort Gottes, sondern Menschenlehre und Tand, undleben sie gleich nach demselben, so sind sie in Wahrheitdie falschen Propheten, die Gott tödtcn heißt. Vondiesen wird aber später kommen. Darum muß sich derHirt nicht aller Dinge, die wir als gut schätzen, einVorbild darstellen, sondern der Dinge allein, die Gottuns lehret und von uns fordert.
Was aber gcprediget werden solle, magdeutlich genug aus dem Vorhergehenden ver-standen werden, nämlich nichts anderes, alsdas Wort Gottes. Darum soll der Hirt seinen An-befohlenen ihre Gebrechen zu verstehen geben, und sosie zur Erkenntniß derselben gelangt sind und empfinden,daß sie aus ihren Kräften nicht vermögen, selig zu wer-den, soll er sie an die Gnade Gottes weisen, daß siesich vertrauungsvoll ihr hingeben: denn Gott hat unszur Versicherung seiner Gnade seineu einge-borncn Sohn gegeben, Jesnm Christum, un-seren Herrn, durch welchen wir in Ewigkeit