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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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ein gleißncrisches Kleid für das wahre anlege, so daßer sich mit Kappen nnd Kappenzipfeln schmücke, inwen-dig aber voll Geiz stecke, wie die Mönche und Theolo-gen zu dieser Zeit meistens thun; sich tief bücken, aberein hoffärtiges Gcmüth haben; ein weißes Hemd tragen,aber unkenscher sind als die Eber; hohe Schuhe undHüte, aber voll Neides und Hasses sind; denn bei sol-chen Werken lernt das einfältige Volk auch nur Gleiß-nerei treiben, inwendig bleibt es bei seinen Lüsten. Da-rum muß der Hirt sich nicht nach Lehren, die vonMenschen erfunden sind, gestalten, sondern nach demWorte Gottes, das er prediget; sonst pflanzt er nichtsals Glcißnerei. Und da Christus ein vollkommenes Vor-bild ist, so muß er sehen, daß er sich einzig nach ihmforme; hat Christus keine Gleißnerei gebraucht, so ziemtes sich gar nicht, daß wir uns damit schmücken. Dennder locus gli auclorilato gilt negative bei Gott; weiler ein so vollkommenes Gut ist, daß ihm nichts gebre-chen kann; so kann auch Niemand etwas erfinden, wasdas Göttliche bessere oder ersetzen möge. Also muß derHirt in diesen Dingen sich als einen Bildner (Erzieher)erweisen, wie es einem Vater zusteht. Dieser treibtauch nicht Larvenspicl, um seine Kinder zu täuschen,sondern er sieht darauf, daß seine Kinder zu einemunverstellten Leben erzogen werden, freundlich, unschäd-lich, sittsam seien in allen Dingen, und alles Unmaßfliehen: darin muß sich auch der Hirt üben. Darumwird er von Jesus Christus ein Hausvater oderHaus Halter genannt. Es beklagt sich auch Paulusgegen die Korinther, 1. IV. 15: ,.daß, ob sie gleich