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3 (1843) Der Hirt
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Hieran ersehen wir, daß nicht genug ist, das Heil sickanzueignen, sondern, daß es auch Noth thnc, zu ver-hüten, daß man sich desselben verlustig mache, und esverschmähe.

Dazu Hilst trefflich, wenn der Hirt dasmit den Werken übt, was er mit den Wortenlehrt, welches Christus gar ernstlich fordert, Matth.V. 19:Wer nur eines von diesen kleinsten Gebotenauslost, und lehret die Leute also, der wird derKleinste heißen im Himmelreiche." Denn das ist ge-wiß, wo man schon schön von Gott redet nnd das Le-ben nicht nach ihm gestaltet wird, daß es nur eine Gleiß-nerei ist, wie auch Paulus, Tit. I. 16, anzeigt:Siesagen, sie erkennen Gott, aber mit den Werken ver-gangnen sie ihn; die sind verworfen und ungehorsamund sind zu allem guten Werke untüchtig." Und wie-derum, Rom. il. 21 24:Du lehrest Andere, undlehrest dich selbst nicht. Du predigest, man solle nichtstehlen, und du stiehlst. Du sprichst, man solle nichtehebrechen, und du brichst die Ehe. Dir gränclt porden Götzen, und du raubest Gott, was sein ist. Durühmest dich des Gesetzes, und schändest Gott durchUebertrctung des Gesetzes. Daherkommt es, daß derName Gottes euertwegen gelästert wird unter denHeiden." Also muß der Hirt sich sehr hüten, daßer mit der That nicht breche, was er mit Worten leh-ret: denn die Schwachen im Glanben lassen sich nurallzulcicht durch das Werk, welches nicht mit dem Worteübereinstimmt, vom Worte Gottes abwendig machen.

Hiebei ist aber sehr zu verbitten, daß der Hirt nicht