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Hieran ersehen wir, daß nicht genug ist, das Heil sickanzueignen, sondern, daß es auch Noth thnc, zu ver-hüten, daß man sich desselben verlustig mache, und esverschmähe.
Dazu Hilst trefflich, wenn der Hirt dasmit den Werken übt, was er mit den Wortenlehrt, welches Christus gar ernstlich fordert, Matth.V. 19: „Wer nur eines von diesen kleinsten Geboten„auslost, und lehret die Leute also, der wird der„Kleinste heißen im Himmelreiche." Denn das ist ge-wiß, wo man schon schön von Gott redet nnd das Le-ben nicht nach ihm gestaltet wird, daß es nur eine Gleiß-nerei ist, wie auch Paulus, Tit. I. 16, anzeigt: „Sie„sagen, sie erkennen Gott, aber mit den Werken ver-gangnen sie ihn; die sind verworfen und ungehorsam„und sind zu allem guten Werke untüchtig." Und wie-derum, Rom. il. 21 — 24: „Du lehrest Andere, und„lehrest dich selbst nicht. Du predigest, man solle nicht„stehlen, und du stiehlst. Du sprichst, man solle nicht„ehebrechen, und du brichst die Ehe. Dir gränclt por„den Götzen, und du raubest Gott, was sein ist. Du„rühmest dich des Gesetzes, und schändest Gott durch„Uebertrctung des Gesetzes. Daherkommt es, daß der„Name Gottes euertwegen gelästert wird unter den„Heiden." Also muß der Hirt sich sehr hüten, daßer mit der That nicht breche, was er mit Worten leh-ret: denn die Schwachen im Glanben lassen sich nurallzulcicht durch das Werk, welches nicht mit dem Worteübereinstimmt, vom Worte Gottes abwendig machen.
Hiebei ist aber sehr zu verbitten, daß der Hirt nicht