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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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Hirt auch gar sehr verhüten, daß die gewaschenen Schäf-ten: nicht wieder in den Koth fallen, das ist: nachdemdie Gläubigen zur Crkenntniß ihres Heilandes gelangtsind, und die freundliche Gnade Gottes empfunden ha-ben, sie fortan ein unschuldiges Leben führen, damit sienicht mehr in dem Tode wandeln. Gleich wie Chri-stus, nachdem er von den Todten auferstanden,nimmermehr stirbt, also sei auch für immerder alte Mensch hingelegt und ein neuer an-gezogen, der nach Gott geschaffen ist, das ist,Jesus Christus, der Herr. Diesen anlegen heißtnichts Anderes, als wandeln, wie er gewandelt ist. Da-rum empfiehlt er den Jüngern, Matth. XXVIII. 19:Gehet hin, lehret alle Völker, taufet sie in dem Na-men des Vaters und des Sohnes und des heiligenGeistes; lehret sie auch halten alle Dinge, die ich euchgeboten habe!" Denn wer sein Leben nicht ändertvon Tage zu Tage, nachdem er in Christo wieder ge-funden ist, der treibet Spott mit den: Namen Christi,und macht ihn verächtlich und verhaßt vor den Ungläu-bigen. Darum spricht auch der heilige Petrus, IV.1 3:Weil nun Christus im Fleische für uns gelit-ten hat, so waffnct auch euch mit demselbigcn Sinn.Denn, da er im Fleische gelitten, hat er die Sünde gestillt, damit ihr die übrige Zeit nicht itt menschliche»Begierden, sondern in dem Willen Gottes lebet. Dennes ist genug, daß wir die vergangene Zeit unseresLebens den Muthwillen der Heiden vollbracht haben,in Unlauterkeit wandelnd, in Begierden, Trunkenheit,Fressen, Saufen und unziemlichem Gottesdienste."