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3 (1843) Der Hirt
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getragen, bis daß er zu der Ehre gekommen, daß erzu der Rechten Gottes sitzt.

Wenn nun der Hirt jodcr ein jeder Mensch) solcherGestalt die Eigenliebe und Selbstsucht ausgezogen: soist das Nächste, daß er mit Gott wiederumangetban werde, das heißt, daß er seine Zu-versicht und seinen Trost zu Gott habe. Dashat Christus seinen Jüngern gesagt, die er nicht alleinmit zeitlicher Nahrung versorgte, nachdem sie ihm an-hingen: denn, da er sie fragte, ob ihnen etwas geman-gelt, indem er sie ohne Sack und Scckel nusgesandthabe, antworteten sie ihm, ihnen habe an Nichts ge-mangelt; sondern er hieß sie auch ohne Sorge sein,wenn sie überantwortet werden, was sie reden sollen.Matth. X. 19. Christus hauchte sie auch an, bevorer ihnen das Amt des Predigens anbefohlen, Joh. XX.22, und zu ibnen gesprochen:Nehmet hin den heiligenGeist!'' Denn Keiner taugt, die Schafe Christi zuweiden, wenn er nicht die Selbstsucht ausgezogen undGott allein in ihm wohnet und aus ihm redet. So ge-bot er ihnen auch, von Jerusalem nicht zu weichen, bisdaß sie den verheißenen Geist empfangen haben; undals sie denselben mit Frohlocken und Freuden empfangen,haben sie von Stund an angehoben zu predigen. Dem-nach muß der Hirt seine Schafe auf keineandere Weide führen, als auf der er vorherselbst geweidet hat, das ist, in der Erkennt-nis Gottes und im Vertrauen auf ihn; somuß er auch vorher Gott erkannt und seinenTrost zu ihm haben.