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um dcs Wortes Gottes willen. Denn, obgleich dasVolk schaarcnwcisc sich zu dem Worte Gottes bekennt,wird doch von den Hohen dieser Zeit Widerstand genuggeleistet werden, lind obgleich die auch nicht wären,so werden sich dann erst die falschen Lehrer, die mehrWissen als Liebe haben, sich erheben, und um einerHaselnuß willen alle Blöden und Stillen verletzen, nurdaß man sehe, sie seien auch gelehrt. Davon wird aberdas Kreuz sehr beschwert, und erfordert neue Kraft:denn nicht ohne Schmerzen unternehmen die Starken et-was, was die Blöden ärgert, indem sie wegen diesersehr bekümmert werden; wie auch Paulus spricht, 2. Ko-rinth. XI. 29: „Wer wird geärgert, und ich brennenicht?" Kurz, jede» Tag ein neues Kreuz her; esmuß doch sein, Christus lügt nicht, wenn er spricht,Matth. VI. 34: „Jeder Tag hat seine eigene Plage.„Wer seine Seele behalten will, der wird sie„verlieren." Hier wird die Seele nicht allein fürdas leibliche Leben, sondern für das menschliche Gemütb,Vorsatz oder Rathschlag genommen. Welcher nun umdieses vergänglichen Lebens willen von dem Worte Got-tes weichet, der wird das Leben verlieren; wer sich aberaus sein Wissen, Rathschlag oder Gemüth verläßt, unddadurch selig zu werden vermeint, der wird seine Seeleverderben/ Also muß der Hirt sich selbst verläugnen,seine Eigenliebe hinwerfen und sich rüsten, jeden Tagein neues Kreuz zu tragen. So hat, ihm zum Vor-bilde, Jesus Christus selbst gethan, allerwegen seinenWillen dcs Vaters Willen unterworfen, und alles Kreuz