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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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ihre Mutter, und die Schnur wider ihre Schwieger,"u. s. w. Lukas XIV. 26:So Jemand zu mir kommt,und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kin-der, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigenes Le-sben, der kann nicht mein Junger sein." So ganzseinem Berufe ergeben muß der Hirt sein, daß er au cdVater und Mutter, die Gott uns sonst lieben und eh-ren heißt, wenn sie ihn abtrünnig machen wollen, has-sen muß. Zwar sind diese Gebote alle nicht für denHirten allein, sondern für alle Menschen; doch vor-nehmlich und zuerst beziehen sie sich auf den Hirten. Alsohabe» wir gesehen, wie der Hirt unabhängig sein mußvon Vater und Mutter n. s. w., und wie sie gefaßtsein müssen, keine irdische Ehre bei ihrem Kinde zu er-leben; und wenn sie, nach der Eingabe ihrer fleischli-chen Gesinnung, den Hirten, ihren Sohn, irre führenwollen, daß er Krieg, Feindschaft und Trennung mitihnen vornehmen müßte.

Jetzt wollen wir setzen, wie er weiters in sich be-schaffen sein muß. Christus spricht Matth. XVl. 24,25; Lnk. !X. 23, 24:Wer mir nachkommen will, der verläugne sich selbst, und nehme sein Kreuz täglictzans sich, und folge mir nach! Denn wer sein Lebenerhalten will, der wird es verlieren; wer aber seinLeben verliert um meinetwillen, der wird es findenoder behalten." Zum Ersten muß der Mensch sichselb st verläugncn: denn er will allerwegen Etwas sein,vermögen und können. Hier muß er gleich einem Leib-eigenen und versetzten Knechte versetzt und verworfensein bei sich selbst, und allein ans dasjenige sehen, was