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„wußtet ihr nicht, daß ich in den Geschäften sein mußte,„die meinen Vater betreffen?" Also muß sich auch derHirt nicht irre machen lassen in der Betreibung desgöttlichen Werkes, weder durch den Schmerz des Vatersund der Mutter, noch durch Kind, Weib, noch Schwe-ster und Bruder, noch Freund: denn der gehorsameSohn der Maria, Jesus Christus, hat es anch so gc-than. Darum spricht er zu den Jüngern, als er sieanssandtc, zu predigen, Matth. X. 37: „Wer Vater„und Mutter, Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,„der ist meiner nicht würdig," oder eigentlicher, dertaugt für mich nicht.
Er muß sich auch durch den Vater und Mutter nichtbestimmen lassen, daß er das Wort Gottes nach ihremWillen modle oder leite: denn Christus hat seiner liebenMutter gar eine ernste Antwort gegeben, als sie ihnmahnen wollte, dem Volke auf der Hochzeit mit Weinzu helfen: „Weib, was nimmst du dich meiner an?"Siehe, so fest und entschieden muß der Hirt sein, dieSchafe zur Weide des göttlichen Wortes zu führen, daßer sich durch keines Menschen Vorwitz, weder des Va-ters noch der Mutter, sich anders bestimmen lasse. Undso sie dennoch es thnn wollen, und sich dem Worte Got-tes nicht ergeben, muß der Hirt ihr Feind werden, sieverlassen und hassen. Denn Christus sendet die Jüngermit solchem Austrage ans: „Ihr sollt nicht wähnen,„daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf Erden.„Ich bin nicht gekommen Frieden zu senden, sondern„das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen..zu erregen wider seinen Vater, und die Tochter wider