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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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geoffenbarer werden; ein Schwert wird durch deineSeele gehen." Also muß ein jeder Hirt gefahren,daß aus seinem Weiden Etliche noch ärger werden, Et-liche aber von der Sünde auferstehen werden. Auch daßihm allerwegen von den Ungläubigen widersprochen wird:denn der fleischliche Mensch nimmt das geistige WortGottes nicht an, sondern widerstreitet demselben mit al-ler Macht; daher der Hirt stets den Verfolgungen undNachstellung der Feinde des Wortes Gottes ausgesetztist. Es müssen auch sein Vater und seine Mutter undalle Verwandten gefahren, ihre Kinder verspottet undverworfen von der Welt sehen zu müssen; denn dasFleisch läßt sich nicht so leicht beschwichtigen, daß es nichtausbreche und seine Anschläge verfechte. Da werdendenn die Verwandten mit Kummer und Angst in ihrenHerzen gcpeiuiget; gleich wie auch die Jungfrau Mariaihr Schwert erlitten hat. Die Eltern tragen solche Liebegegen ihre Kinder, daß sie nicht allein mit ihnen, wennsie gerecht sind, sondern auch, wenn sie ungerecht sind,in ihrer Trübsal Mitleiden haben, wie David noch überden ungehorsamen Sohn Absalon trauerte. 2. Sam. XVIII.

Dagegen muß der Hirt Vater und Mutter verlas-sen, und ohne Rücksicht auf sie in diesem Werke Gottesverharren, wie dieses Christus bewährt, Luk. Ii. 48,49. Als ihn Joseph und seine Mutter, nachdem sieihn drei Tage mit Schmerzen gesucht, mitten unter denLehrern gefunden, und die Mutter ihn gestraft:OSohn! warum hast du uns das gcthan? ich und deinVater haben dich mit Schmerzen gesucht," hat er ih-nen geantwortet:Was ist es, daß ihr mich stiebtet?