der Taube die Klugheit der Schlange verbinden. Vorallem thnt es noth, daß wir mit einem wissenschaftlichgeübten und erleuchteten Geiste das Vergängliche unddas Ewige unterscheiden lernen und nicht uns im dun-keln Wähnen an Formeln hängen und sie mit aller Kraftfesthalten wollen, als wären sie die ewigen Wahrheitenselbst. Haben wir Vergängliches vom Unvergänglichen,Form vom Wesen unterscheiden gelernt; so sollen wirdenn uns mit freiem offenem Gemüthe der Einwirkungder göttlichen Wahrheit hingeben; denn das göttlicheWort und der göttliche Geist offenbaret sich nur dem-jenigen, der sich vorurtheilsfrei, ungebunden durch mensch-liche Formel, den höhern Einwirkungen sich anschließet.Ist das Licht der Wahrheit in nnscrm Herzen aufge-gangen, so entflammt uns auch die Liebe zu Thaten,die in der Kraft des Glaubens jeglichen Feind über-winden. Hat sich der Diener Gottes von Vornrtheilund Selbstsucht frei gemacht, und ist er mit dem höhernGeiste angcthan, alsdann wird seine Stellung und Wirk-samkeit unter allen Umständen und Verhältnissen desLebens eine Garantie genießen, wie weder Pabst nochVerfassungen sie ihm gewähren kann. Seine Stütze istGott, der Christum von den Tobten erweckt, und zumHerrn der Kirche erhoben; seine ewige Notwendigkeitist in den Bedürfnissen des menschlichen Herzens nachhöhcrm Tröste, nach dem ewigen Seelenfrieden gegrün-
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