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det, das sich im Kampfe des Lebens mit unwiderstehli-cher Gewalt kund thut und sich nie und nimmer erstickenläßt. Damit wir aber in den Stürmen und Mühselig-keiten des Lebens nicht muthlos werden, und das großeWerk, zu welchem uns Gott berufen, vcrnachläßigen;so thut es noth, daß wir von Zeit zu Zeit auf jenehohen Gestalten aufschauen, welche die dornenvolle Bahnim Kampfe gegen Vorurtheile und Aberglauben, so wiegegen den trügerischen Schein des Unglaubens gewan-delt sind; auf daß wir von ihnen lernen, was unseres^ Berufes sei und durch ihr Beispiel zur Ausdauer undzur Treue ermuntert werden. Wohlan! hier erhaltetihr, Mitarbeiter im Weinberge des Herrn, das Bildeines wahrhaften Scelenhirten in treuen Zügen, wie esin der Seele deS großen Reformators lebte. — Zwarsind die Zeiten, in welchen wir leben, um etwas ver-schieden von denjenigen^ in welchen Zwingst das Vor-bild des christlichen Hirten zeichnete. Damals galt derKampf der stolzen und so verderblich wirkenden Hierar-chie; jetzt aber sind die wenigsten von uns zu einersolchen Wirksamkeit berufen. Doch im Grunde hat sichnur die Form der Zeit geändert, dem Wesen nach aberist es der nämliche Feind, mit dem auch wir zu kämpfenhaben. Die Selbstsucht und der träge Gewohnheits-glaube suchen jetzt, wie damals, jede Regung des freienchristlichen Geistes zu unterdrücken. Mögen daher recht