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meist bekehrte Albigcnserinnen, begaben sich unter seine Obhut; Ter-tianer < lratros et gorores ü« militia Lkristi ) schlössen sich späteran." (Hase's Kirchengesch. S. 333, 2. Aufl.) Dieser Dominika-ner-Orden, nebst dem Franziskaner, war der heftigste Feind derReformation. Wie oben gesagt, dursten nur Dominikaner in einemDominikanerkloster predigen.
2) „Ungelchrte Gelehrte" werden hier die Dominikanermönchesehr bezeichnend genannt. Acußcre Gelehrsamkeit ohne Geistesbildung,war der Charakterzug dieses Ordens in seiner Erstarrung. Sichatten die Dominikanerinnen am Ottenbach so sehr gegen Zwinglieinzunehmen gewußt, daß ein Theil der Klosterfrauen dessen Predigtnicht anhören wollte. Zwingli übergab daher diese Predigt, zwarerweitert, dem Druck und eignete sie den Klosterfrauen zu, damitAlle dieselbe wohl prüfen mögen.
Anthromorphiten wurde eine Sekte, meist aus ägyptischenMönchen bestehend, genannt, die sich Gott nicht anders als in mensch-licher Gestalt zu denke» vermochte. Bildliche Ausdrücke über Gott,die sich in der heiligen Schrift finden, galten ihnen als Beweisstellenfür ihren Glauben. Diese Sekte trat besonders in heftigen Gegen-satz gegen die Anhänger des geistreichen Alexandriners Origines sgeb.185, ch 254).
5) Augustinus, geb. zu Tagaste in Numidien, der ausgezeich-netste Lehrer in der abendländischen Kirche, starb 43U als Bischofvon Hippo Regius.
6) Das szmbolum quieungus wird dieses Glaubensbekenntniß»ach seinen Anfangsworten genannt. Es beginnt uämlich : „ Werimmer selig werden will, muß glauben :c." Athanasius, Bischofvon Alexandrien, der Vater der Rcchtgläubigkeit, war der Verfasserund Urheber dieses kirchlichen Glaubensbekenntnisses.
?) Nero und Heliogabal, zwei Scheusale auf dem römischenKaiserthronc, haben beide ihre Namen durch viele Schandthatcn,sowie durch die Christenvcrsolgungen, für ewige Zeiten gebrandmarkt.Nero, der seine Mutter, seinen Lehrer ermorden ließ, die StadtRom angezündet und die Christen dafür bestrafte, starb K8 n. Chr.durch die Hand eines Dieners, den er in der Verzweiflung dazuaufgefordert. Heliogabal kam als t-Whriger Knabe auf den Thron12181, war den wildesten Verschwendungen und der ausschweifend-sten Wollust ergeben. Er führte in Rom den phönizischen Sonncn-dienst ein, und trug als Oberpriester und Liebling seiner Gottheitden Namen derselben. Er wurde 222 durch die Leibgarde ermordet.
6) I.XX oder die Septuaginta ist die durch siebenzig alexan-drinische Gelehrte besorgte griechische Uebcrsetzung des alten Testa-mentes. Nach der Sage sollen diese siebenzig Männer abgesonderteingesperrt gewesen sein, Jeder mit dem Auftrage das ganze alteTestament zu übersetzen, und siehe! nach Vollendung dieser Arbeit