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„und die Demüthigen hat er erhöhet." Also hat auchJohannes geprcdiget von Christo sLuc. 3. 5): „Es„werden durch ihn die Höhen erniedriget und die Thä-„ ler ausgefüllt werden."
Zum Sechsten nimmt sich das Wort Gottes aller-wegen der Armen an, hilft ihnen, tröstet die Trostlosenund an sich selbst Verzweifelnden: die an sich selbst hof-fen, bestreitet es. Zeugniß davon gibt uns Christusdurch sein Beispiel.
Zum Siebenten sucht das Wort Gottes nichtseinen eigenen Nutzen; darum verbietet Christus seinenJüngern, Ranzen oder Beutel zu nehmen.
Zum Achten sucht das göttliche Wort Gott denMenschen kund zu thun, damit die Halsstarrigen ihnfürchten und die Demütbigen sich seiner getrösten. Welchein dieser Weise predigen, sind ohne Zweifel gerecht.Die aber zu ihrem Vortheile nur sachte herumstreichen,wie die Katze um den Brei, mehr die Lehre der Men-schen beschirmen, als daß sie der Lehre Gottes sich weih-ten und sie förderten, sind falsche Propheten. Lerne sieaus ihrer Rede kennen. Sie schreien vortrefflich: „ Die„frommen Väter! Sollte es denn nichts bedeuten, was„ die Menschen machen?" und dergleichen mehr; aberniemals klagen sie, daß das Evangelium Christi law ge-prediget werde.
Zum Neunten. Wenn du in deinem Innern em-pfindest, daß Gottes Wort dich erneuert, daß Gott an-fangt, dich mehr zu lieben, als vormals, da du Men-schenlehre hörtest, so sei gewiß, daß Gott solches indir gewirkt.