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sie in der Schrift nicht belesen sind, wie sie merkenkönnen, ob der lehrende Priester die Wahrheit lauterund unvermischt mit seinen eigenen Lieblingsmeinnngenvortrage.
Zum Ersten soll ein Jeder Gott inniglich anru-fen, daß er Kraft verleihen wolle, den alten Menschen,der auf seine eigene Weisheit und sein Vermögen soviel haltet, in seinem Innern zu tödten.
Zum Zweiten, daß Gott, wenn der alte Menschtodt und ausgezogen ist, sich selbst reichlich in seinHerz ergießen möge, damit er ihm allein glaube undauf ihn allein vertraue.
Zum Dritten. Wenn dieses geschehen ist, so istes gewiß, daß er hoch erfreut und getröstet wird inseinem Innern. Dann soll er oft und innig das Wortdes Propheten sprechen: Herr Gott, befestige das,was du in uns gewirkt hast. Denn wer da steht, dersehe zu, daß er nicht falle! sagt Paulus.
Zum Vierten übersehet das Wort Niemandem,und am allerwenigsten den Allergrößten. Denn alsGott den Paulus beruft, sprach er zu Annanias: „ Er„wird mein auserwähltes Werkzeug werden, daß er„meinen Namen trage vor die Fürsten und Könige der„Erde." Matth. 10. 18 spricht Christus zu den Jün-gern: „Ihr werdet vor Könige und Statthalter ge-„ führt, daß ihr vor ihnen von mir zeuget."
Zum Fünften liegt es in der Natur des WortesGottes, daß es die Hochmüthigen und Gewaltigen er-niedriget und sie den Demüthigen gleichstellt. So singtMaria: „Er hat die Gewaltigen vom Stuhle gestürzt
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