Druckschrift 
1 (1843) Das Wort Gottes
Entstehung
Seite
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Micha erkannte, daß die Erscheinung, die ihm Gott ge-vffcnbarct, und die Worte, die er zu ihm geredet, vonGott herkomme und sie nicht als ein Gebilde seinerPhantasie betrachtete, geschah durch Gott und nichtdurch Menschen st. König XXII, 1723). Da näm-lich 40V Propheten wider Micha aufstunden und widerihn redeten, voraus Zedekia, der ihn auf den Backenschlug und sprach:Ist der Geist Gottes von mir ge-wichen, daß er nur mit dir redet?" sollten da nichtdie vielen der thener geachteten Propheten und die Ge-walt beider Könige AHabs und Josaphats den Prophe-ten nicht umgewendet haben, zu bedenken: du möchtestnicht recht daran sein, es nicht recht verstanden undnicht recht gesehen haben. Ja wenn er nur das Lichtseines Verstandes gehabt hätte, dann wäre ihm dieserZweifel leicht beigefallcn; aber das Wort Gottes hatsich ihm selbst geoffenbaret, und seine Klarheit hat ihnerleuchtet, daß es seinen Verstand gefangen nahm undihn also in seinem Glanben befestigte, daß er fest bliebbei der Aussage und dem ihm geoffenbartcn Gesichte.Sag' an, du sin deinem Sinne) weiser Mann, wie wäreder göttlichen Wahrheit ergangen, wenn Micha diesesGesicht und das Wort Gottes den Aussagen der vielenPropheten untergeordnet hätte? Oder welcher Menschhatte gcurtheilt, daß Micha sich nicht irre, wie er inder That sich nicht geirrt? Denn die anderen vielenPropheten verhießen den beiden Königen den Sieg;Micha sagte ihnen, sie lügen, und es wurde ihnen keinSieg zu Thcil. Also geschah dasjenige, was der Einenur von Gott unterwiesen und ohne alles Zuthun von