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der» ficht allc Dinge mit einem sicheren Wissen nndSchauen als gegenwärtig in Ewigkeit; aber bei uns, diezeitlich sind, hat lang oder kurz seinen Sinn und Maßnach der Zeit. Wenn uns demnach ein Ding schonlange dünkt, ist es bei Gott nicht lang, sondern gegen-wärtig. Scheint es dir, Gott wolle oft einen Men-schen oder ein böses Volk nicht strafen, nnd ertrageihnen ihren Mnthwillen viel zu lange, so bist du nichtrecht daran. Merke, sie können ihm nicht entrinnen;alle Weite der Welt ist vor seinem Auge offenbar; wowollen sie sich vor ihm verbergen? Er findet sie wohlsPs. EXXXIX. 7), nnd wenn du wähnest, er strafeoder helfe nicht nach seinem Worte, irrst dn dich inallen Theilcn. Sein Wort muß geschehen; es kann nichtvernichtet noch verhindert werden; denn wäre es nichtalso, wurde Gott nicht allmächtig sein, wenn er nichtalle seine Worte vollenden könnte. Es müßte ein An-derer stärker sein, als er, der die Erfüllung seines Wor-tes verhindern könnte. So muß es aber allerwegen ge-schehen, und wenn es nicht gerade geschieht, wann dnes gerne sähest, so fehlt es nicht an seiner Macht, son-dern er thut das nach seinem freien Willen; denn müßteer eine Sache gleich nach deinem Willen thun, so wä-rest du gewaltiger, als er, indem er auf dich sehenmüßte. Was könnte aber Alberneres geredet werden?Er wird sein Wort nimmer kraftlos lassen )Ezech. XII.25, 28). „O ihr widersprechendes Geschlecht, ichwerde ein Wort reden und werde auch dasselbe voll-bringen." Bald darnach; „Das Wort, das ich redenwerde, wird auch erfüllet." Die ganze evangelische