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1 (1843) Das Wort Gottes
Entstehung
Seite
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wird mich erlösen von dem Leibe des Todes!" unduns selbst antworten:Die Gnade Gottes durch denHerrn Jcsnm Christum." Und wiewohl der auswen-dige Mensch dem Gesetze (das ist der Krankheit) derSünde allerwegen unterworfen ist, wollen wir doch se-hen, daß der innere Mensch nicht durch den äußerenbeherrscht werde, daß wir dem Fleische dienen nach sei-nen Begierden. Es ist hier nicht der Ort, diese An-sicht genugsam ans einander zu setzen. Im Vorbeigehenmöge dieses genügen.

Wenn wir nun den innern Menschen also, wie obendargethan, erfunden haben, daß er ans dem Grundean Gottes Gesetz Lust habe, weil er als Ebenbild Got-tes dazu erschaffen ist, daß er mit Gott immer mehrverbunden werde, so muß wohl daraus folgen, daß deninnern Menschen kein anderes Gesetz noch Wort alsoerfreut, als das Wort Gottes. Denn auch »ach demWorte Jesaj. XXVIII. 2V. ist das Bett zu eng, sodaß der Ehebrecher darneben fallen muß, und der Man-tel zu schmal, daß er nicht zwcen decken kann, d. i.Gott ist ein Gemahl und Mann der menschlichen Seele;die will er ungethcilt haben, und er will nicht zugeben,daß Jemand neben ihm von ihr geliebt werde (nämlichals werth und thcuer wie er geachtet). Er will auch,daß der Mensch sich nirgends Trost suche, als bei ihm,und daß sich die Seele durch kein anderes Wort tröstenlasse, als durch das seinige. Gleichwie ein Ehemannwill, daß seine Ehefrau sich ganz zu ihm halte, allesAnliegen ihm vortrage, und sich bei Niemandem als beiihm Trost suche. Denn Gott ist, wie Jesajas spricht,