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„ nach seiner Art, nnd allerlei Gewürm auf Erden nach„seiner Art, und es geschah also." Hier vernehmenwir, daß Gott dem Erdreich geboten habe, Vieh her-vorzubringen; aber bei der Schöpfung des Menschenhat er selbst Erdreich genommen und es zu einem Men-schen gebildet. Wenn er hieraufspricht, eine Seele,die nach ihrer Art lebe, so gibt er zu verstehen,daß die Seele des Viehes ihr Leben sei, aber nur nachihrer Art und Natur, die vergänglich und sterblich ist.Endlich spricht er nicht von dem Viehe, daß es einelebendige Seele geworden sei; in Allem wird dem-nach das Vieh klarlich als etwas Geringeres dem Men-schen hintangesetzt. So spricht er auch nicht vom Men-schen in seiner Art, als ob er damit sagen würde:der Mensch ist wohl zu einer lebendigen Seele geschaf-fen, aber nur nach seiner Art, gleich wie auch dasVieh nach seiner Art lebt; sondern er spricht voneiner lebendigen Seele ohne allen weitern Znsatz ; damitman den Menschen einfach zu den Geschöpfen der Artund Natur zahle, die wesentlich nnd wahrhaftleben, und nimmer sterben können. Doch wäre dieseunsere fleißige Auslegung der Schrift nichts, wenn wirnicht diese ganze Ansicht vom Bildniß Gottes in deut-lichen Schriftzügen in uns ausgeprägt fänden; nämlich,daß wir, nachdem wir nach dem Ebenbild Gottes ge-schaffen sind, auch eine besondere Begierde nach Gottin uns empfinden würden.
Paulus schreibt an die Colosscr III. : „ Lüget nicht„unter einander; ziehet den alten Menschen mit seinen„Werken ans; nnd ziehet den neuen an, der da er-